HASHIMOTO, Haruka

Teilnahmer am Schülerprojekt 2026

Haruka

Wie haben Sie als Kind gespielt?

Haben Sie im Wald einen Spaziergang gemacht?

Haben Sie gefallene Blätter oder Baumfrüchte gesammelt?

Haben Sie im Fluß geplanscht?

Haben Sie einen Ausflug gemacht?

Als Kind durfte ich so etwas nicht machen. Nach der Nuklearkatastrophe hatte man Angst vor der unsichtbaren Strahlung, und immer mehr Familien haben die Aktivitäten ihrer Kinder außerhalb des Hauses eingeschränkt.

In der Tat musste ich auch solche Einschränkungen erleben und durfte eine Weile nicht draußen spielen. Auch wenn ich draußen war, durfte ich weder gefallene Glätter noch Eicheln sammeln und habe im nicht dekontaminierten Park den Zettel mit dem Hinweis “Nutzung verboten” gesehen.Ich erinnere mich immer noch daran, dass mir immer “Nein, nein” gesagt wurde wie “Berühre nicht” oder “Sammle nicht”.

In Japan planschen wir im Sommer oft im Fluß oder im Meer. Natürlich durfte ich das nicht machen. Stattdessen habe ich noch die Erinnerung, dass ich zum Hallenschwimmbad mitgenommen wurde.

Man kann sagen, dass man damals vor der Strahlung so große Angst hatte. Eine Weile später nahm die Anzahl von Hallenspielplätzen zu, und in Fukushima mussten Kinder zum Spielen in der Halle zuerst in einer Reihe stehen.

Da ich mich aber lieber draußen bewegen wollte, war das für mich sehr hart. Je älter ich wurde, desto weniger wurde mir das Ausgehen verboten. Aber man erlebt immer noch die Folgen der Erdbeben- und Nuklearkatastrophe mit.

Z.B. musste ich ungefähr bis zum 8. Lebensjahr ein Strahlenmessgerät tragen, das “Glass Badge” genannt wurde. Als ich das Haus verlassen habe, musste ich immer das Messgerät an der Brust tragen.

Ferner wird immer noch jährlich die Schilddrüsenuntersuchung für alle Schüleriinnen und Schüler in der Schule durchgeführt. Die Schilddrüse befindet sich am Hals und wird untersucht auf möglichen Schilddrüsenkrebs, der durch die Strahlung verursacht wird.

In diesem Jahr wurde ich dazu vor ca. 2 Monaten untersucht. Ich lag im Bett auf dem Rücken, und das wasserhaltige Gel wurde für die Untersuchung an der Stelle der Schilddrüse am Hals aufgetragen. Aber das hasse ich. Das ist feucht und klebrig, und mir ist es sehr unangenehm, und bei jeder Untersuchung wurde mir gesagt: “Beweg dich nicht!”.

Nach dieser Untersuchung musste ich für die Ganzkörpermessung in den Bus als mobile Messstation einsteigen und in der Messkammer ca. 2 Minuten stehen. Aber starres Stehen ist meine Schwäche und ich bewege mich immer wieder etwas. Deshalb wurde mir oft gesagt, dass es nicht geht.

Wenn man diese Tatsache sieht, kann man nicht sagen, dass man keine Folgen mehr hat, auch wenn nach der Katastrophe 15 Jahre vergangen sind. Das bedeutet aber nicht, dass wir nichts tun können.

Wir sind die letzte Generation, die die große Erdbebenkatastrophe im Osten Japans miterlebt hat. Wir wollen deshalb vermitteln, was wir nach der Erdbeben- und Nuklearkatastrophe miterleben mussten.

Ich freue mich, wenn Sie sich so dafür interessieren, was nach der großen Erdbebenkatastrophe passiert ist.