HONDA, Atsushi
Teilnahmer am Schülerprojekt 2026
Wollen Sie ins Gebiet ziehen, in dem es nach der Nuklearkatastrophe kontaminiert ist? Normalerweise will sich niemand so etwas unterziehen. Aber mein Vater ist absichtlich in die Stadt Fukushima zurückgekehrt, in der es verseucht war.
Mein Vater wurde in der Stadt Fukushima geboren und ist dort aufgewachsen. Um zu studieren, hat er die Stadt verlassen. Damals hat er überhaupt nicht an eine Rückkehr gedacht.
7 Jahre später, als am 11. März 2011 die große Erdbebenkatastrophe im Osten Japans ausbrach, ist alles total anders geworden. Durch die Nachrichten über die Erdbebenkatastrophe hat er festgestellt, dass seine Heimatstadt vom Erdbeben stark betroffen ist, und dass sie nach der Nuklearkatastrophe für manche schwer bewohnbar werden kann, und gedacht, dass er der Stadt Fukushima irgendwie helfen will.
Damals war meine Geburt nur 3 Wochen her. Da ich gerade geboren war, war es eine sehr mutige Entscheidung von ihm, in die Stadt Fukushima zurückzukehren, würde ich sagen.
In der Stadt Fukushima musste er auch eine neue Arbeitsstelle finden. Jetzt leitet er seine eigene Nachhilfeschule für Kinder in der Stadt Fukushima. Jeden Tag lehrt er viele Schülerinnen und Schüler.
Die eigentlichen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Fukushima haben aber wahrscheinlich mehr Mühe gehabt als mein Vater. Insbesondere Bäuerinnen und Bauer hatten mehr Probleme.
Wenn Reis, Obst und Gemüse aus Fukushima etiketiert waren, waren sie sehr schwer zu verkaufen. Das hat Bäuerinnen und Bauern schwer belastet. Sie haben aber nichts aufgegeben und auf ihre eigene Initiative für ihre Ernten das international strengste Sicherheitsprüfungssytem eingeführt. Um sicheres und echt leckeres Obst und Gemüse anzubieten, haben sie sich unendlich große Mühe gegeben.
Ich bin der Meinung, dass wir diese Erfahrungen und Lehren nach der Erdbeben- und Nuklearkatastrophe im Osten Japans vermitteln sollen. Falls irgendwann wieder große Katastrophen geschehen sollten, dann könnten die Erfahrungen und Lehren zu besseren Entscheidungen führen.
Die erwachsene Generation, die jene Katastrophe miterleben musste, wird immer weniger. Die Vermittlung dieser Erfahrungen und Lehren ist unsere Aufgabe, die der jungen Generation wie Oberschülerinnen und Oberschüler, um die weitere Zukunft zu gestalten.
FUKUSHIMA befindet sich jetzt zwar im Wiederaufbau, aber es sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Wir mussten in Folge der Nuklearkatastrophe einen tiefen Schmerz erleben, und das war der Anlaß, dass wir in der Präfektur Fukushima die 100-prozentige Energiewende mit erneuerbaren Ernergien umsetzen wollen. Und jetzt fördern wir rasch die Stromerzeugung durch Solar-, Windenergie und Biomasse.
Insbesondere die Stadt Minamisoma will als eine Stütze für den Wiederaufbau nach der Katastrophe eine Gesellschaft ohne Atomenergie und engagiert sich sehr motivierend für den Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Stadt Minamisoma will mehr Strom durch erneuerbare Energien erzeugen als man in der Stadt verbraucht. Nicht nur große Projekte zur Stromerzeugung durch Solar- und Windenergie werden gefördert, sondern auch Errichtungen von kleinen PV-Anlagen durch Einwohner:innen.
Die Präfektur Fukushima will sich so Schritt für Schritt zu einem guten Vorreiter für die nachhaltige Zukunft entwickeln. Lassen wir uns alle Hand in Hand zusammenarbeiten, nicht nur in der Präfektur Fukushima, sondern auch in aller Welt, um die nachhaltige Gesellschaft zu gestalten.
Besten Dank für die Aufmerksamkeit!